Hospital-Quartier

Auf dem zehn Hektar großen Hospital-Areal in Rohrbach entsteht in den kommenden Jahren ein modernes Wohnquartier mit rund 600 Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen. Die GGH ist als Erschließungsträgerin für die Baureifmachung der gesamten Fläche verantwortlich und baut rund 250 eigene Wohnungen sowie die Hochgarage am Rande des Quartiers.

Die beiden Baufelder, auf denen die GGH den Bau von zunächst 191 Wohnungen ausführt, liegen am Quartierspark in der Mitte des Hospital-Areals. Die 191 GGH-Wohnungen sind auf 19 Häuser verteilt, die sich um zwei begrünte Innenhöfe gruppieren. In direkter Nachbarschaft befindet sich die sogenannte Chapel. Die Stadt Heidelberg plant, das ehemalige Kirchengebäude der US Army zum Nachbarschafts- und Quartierstreff umzubauen. In Richtung Süden legt die Stadt Heidelberg einen rund 7.000 Quadratmeter großen Park mit zentraler Spiel- und Liegewiese sowie großzügigen Freiflächen an.

Der Rohbau der 191 GGH-Wohnungen wurde im Dezember 2024 fertiggestellt, der Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende 2025 vorgesehen. 120 der neuen Wohnungen werden nach den Vorgaben für öffentlich geförderten Wohnraum des Landes erstellt, rund 71 Wohnungen entstehen im preisgedämpften Segment. Mit dem Bau der Quartiershochgarage startete die GGH im Juni 2025. Weitere rund 60 Wohnungen sowie Gewerbeflächen werden von der GGH derzeit entwickelt.

Zahlen und Fakten

  • Start der Erschließungsarbeiten: 2020
  • 600 Wohnungen, davon 40 Prozent geförderter Wohnraum und rund 250 Wohnungen im Bestand der GGH
  • Quartierskonzept mit den Bausteinen Wohnzielgruppen, Energie, Verkehr/Mobilität und Städtebau
  • 7.000 qm großer Park
  • Hochgarage mit 225 PKW-Stellplätzen, Besucherstellplätzen, E-Ladestationen, Lastenräder, Paketstation
  • 46 Fahrradabstellplätze im Außenbereich
  • PV-Anlagen auf den Dachflächen

Wohnzielgruppenkonzept für 600 Haushalte

40 Prozent der geplanten Wohnungen im Hospital-Quartier sind für Haushalte mit unterem und mittlerem Einkommen vorgesehen. Hierfür entwickelte die GGH ein einkommensorientiertes Förderprogramm, bei dem die Bewohner maximal 30 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Warmmiete bezahlen müssen. Erreicht wird dies mit Mitteln aus dem Landeswohnraumförderungsprogramm sowie einer einkommensorientierten Zusatzförderung, die aus der Entwicklung des Quartiers finanziert werden soll.

Die weiteren Baufelder werden von privaten Bauträgern bebaut, die sich mit der GGH zur Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Hospital zusammengeschlossen haben.


Ziele technologieoffen erreichen

Im Sinne der städtischen Klimaschutzziele ist eine klimafreundliche Quartiersversorgung für das Hospital-Areal vorgesehen. Leitgröße ist dabei vorrangig die CO2-Emission und nicht allein der Heizwärmebedarf. Die Energieversorgung der Gebäude soll technologieoffen erfolgen. Photovoltaik-Anlagen dienen der lokalen Energieerzeugung. Zudem sind die Begrünung von Gebäudefassaden und eine hocheffiziente Fernwärme-Hausübergabestation geplant. Im Inneren wird das Quartier nahezu autofrei sein: Es gilt ein reduzierter Stellplatzschlüssel von 0,7 Autos pro Haushalt, privates Parken ist nur in einzelnen Tiefgaragen an den Rändern sowie in der Quartiershochgarage möglich.  Auch Car- und Bikesharing mit E-Mobilität sowie der Ausbau der Radwege außerhalb des Quartiers sind geplant.

Die großzügigen Grün- und Freiräume werden so angelegt, dass sie zu Verknüpfungs- und Anziehungspunkten für die benachbarten Stadtviertel werden. Im Zentrum entsteht ein rund 7.000 Quadratmeter großer Park mit zentraler Spiel- und Liegewiese sowie großzügigen Spielflächen.

Mehr erfahren Sie auf der Seite hospital-heidelberg.de

Die Entstehungsgeschichte

Die US-Armee unterhält im Hospital ein Militärkrankenhaus

1930/1940

Abzug der US-Streitkräfte. Übergabe des Geländes an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

2013

Ankauf des Geländes durch die Stadt Heidelberg und ihre Partner. Die GGH wird von der Stadt Heidelberg mit der Erschließung und Entwicklung des Areals beauftragt. Gründung der Arge Hospital.

03/2019

Beginn der Erschließungsarbeiten, Abriss der Militärgebäude

02/2020

Fertigstellung der Infrastruktur

06/2023

Beginn des Rohbaus

04/2024

Richtfest für 191 Wohnungen

12/2024

Baubeginn Quartiershochgarage

06/2025

Abzug der US-Streitkräfte. Übergabe des Geländes an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

2013

Beginn der Erschließungsarbeiten, Abriss der Militärgebäude

02/2020

Beginn des Rohbaus

04/2024

Baubeginn Quartiershochgarage

06/2025

Fotos: GGH/Christian Buck