Sanierung der Stadthalle
Nach der aufwendigen Sanierung durch die GGH zeigt sich das Wahrzeichen der Stadt in neuem Glanz. Die verbesserte Akustik hat sich bereits bei den ersten Konzerten der Heidelberger Philharmoniker bewiesen. Das Musikfestival Heidelberger Frühling feierte im März und April die Rückkehr in die Konzerthalle. Auch Abibälle und Abschlussbälle der Tanzschulen finden wieder in dem traditionellen Haus statt.
Teamarbeit aller Beteiligten
Die Sanierung erfolgte nach Plänen des Darmstädter Architekturbüros Waechter + Waechter und in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde der Stadt und des Landes. „Wir freuen uns über die gelungene Sanierung des Konzerthauses Stadthalle. In Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern und in enger Abstimmung mit der Betreiberin konnten wir die historische Bausubstanz erhalten und das Gebäude zugleich für die zukünftige Nutzung ausrichten. Alle Beteiligten haben engagiert und mit hoher fachlicher Kompetenz und Flexibilität an der Umsetzung mitgewirkt“, erklärte Peter Bresinski zum Abschluss der Bauarbeiten.
Das Erdgeschoss des Wolfgang-Marguerre-Saals bildet mit den restaurierten historischen Emporen eine harmonische Einheit.
Moderne Veranstaltungstechnik
Der neu gestaltete Wolfgang-Marguerre-Saal bietet Raum für bis zu 987 Sitzplätze. Bis zu 636 Gäste können im Parkett Platz nehmen. Die Empore kann 351 Gäste aufnehmen. Ein Höhepunkt des großen Saals stellen die neuen Hubböden dar, die sowohl ein ebenes Parkett für Tanzveranstaltungen als auch ansteigende Sitzreihen für Konzerte ermöglichen. Somit haben alle Besucher eine uneingeschränkte Sicht auf die Bühne und können die Akustik genießen. Auch die Bühne verfügt über Hubböden und kann bei Bedarf von einer ebenen Fläche in muschelförmig ansteigende Podien verwandelt werden – ideal für ein Sinfonieorchester.
„Alle Beteiligten haben engagiert und mit hoher fachlicher Kompetenz und Flexibilität an der Umsetzung mitgewirkt.”
Peter Bresinski, Geschäftsführer GGH und BSG
Sanierung mit Feingefühl
Das 123 Jahre alte Gebäude mit Jugendstilelementen und der rötlichen Sandsteinfassade steht unter Denkmalschutz. Bei der Sanierung gelang es, die Substanz zu erhalten und das Gebäude in einigen Details sogar näher an den Originalzustand von 1903 zurückzuversetzen. Hiervon zeugt unter anderem die große, zweiläufige Außentreppe am Montpellierplatz. Teilweise wurden die historischen Anlagen ergänzt, um modernen Erfordernissen gerecht zu werden. Zum Beispiel wurden die historischen Leuchter, die sich in vielen Räumen des Konzerthauses befinden, um ringförmige Leuchtkörper ergänzt, die sich harmonisch in das ursprüngliche Design einfügen.
Attraktive Blickachsen
Einen weiteren Höhepunkt stellt der neu verglaste Säulengang an der Nordseite der Stadthalle dar. Die GGH entfernte die bei der Sanierung von 1979/80 eingebauten Türverkleidungen, sodass der Portikus für die Besucher wieder zugänglich ist und die Säulenhalle zudem den Blick auf den Neckar und den Heiligenberg freigibt.
Moderne Infrastruktur
Die neue Gebäudetechnik entspricht den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Komfort und Qualität im Veranstaltungsbetrieb. Durch die Auslagerung der Technikzentrale konnten im Untergeschoss dringend benötigte Flächen für Künstlergarderoben sowie Catering und Logistik geschaffen werden.
Auch hinsichtlich Barrierefreiheit erfüllt die wiedereröffnete Stadthalle zeitgemäße Standards. Insgesamt sieben Aufzüge verbinden erstmals den Haupteingang mit der im Untergeschoss befindlichen Garderobe. Das Foyer, der zentrale Wolfgang-Marguerre-Saal und weitere Veranstaltungsräume sind nun barrierefrei zugänglich.
30. April 2026 | Fotos: Christian Buck