Jahresabschluss 2024:
Positive Ergebnisse und zukunftsweisende Investitionen
Die GGH und ihr Tochterunternehmen, die Bau- und Servicegesellschaft mbH (BSG), blicken auf ein stabiles und erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Jahresüberschuss lag 2024 mit rund 8,8 Millionen Euro rund drei Millionen Euro über dem Vorjahr. Der Anteil der GGH am operativen Gewinn betrug 8,1 Millionen Euro.
Der Anstieg zeigt eine positive wirtschaftliche Entwicklung und stärkt die finanzielle Basis der Unternehmen. Die Bilanzsumme des GGH-Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr um 57 Millionen Euro auf 905,3 Millionen Euro gestiegen. Das zum 31. Dezember 2024 ausgewiesene Eigenkapital beläuft sich auf 152 Millionen Euro und weist damit ebenfalls einen höheren Wert als im Vorjahr auf (Vorjahr: 141 Millionen Euro).
„Das zurückliegende Geschäftsjahr schließen wir trotz zunehmend schwieriger Rahmenbedingungen mit einem positiven Ergebnis ab. Dabei haben wir so viel zu tun, wie selten zuvor“, resümiert Peter Bresinski, Geschäftsführer der GGH und BSG. Im Berichtsjahr hat der Konzern umfangreiche Investitionen getätigt. Rund 35,7 Millionen Euro wurden in Spezialimmobilien (Vorjahr: 59 Millionen Euro), 39,3 Millionen Euro in Neubauwohnungen (Vorjahr: 17,2 Millionen Euro) sowie etwa 21,6 Millionen Euro in die Modernisierung, Instandhaltung und Verbesserung des Wohnumfelds des Bestands (Vorjahr: 19,9 Millionen Euro) investiert.
„Das zurückliegende Geschäftsjahr schließen wir trotz zunehmend schwieriger Rahmenbedingungen mit einem positiven Ergebnis ab. ”
Peter Bresinski, Geschäftsführer GGH und BSG
Entwicklung der Konversionsflächen weit fortgeschritten
Mit ihren Projekten und Bauleistungen ist die GGH intensiv am Konversionsprozess im Heidelberger Süden beteiligt, überwiegend auf den Flächen des früheren Mark Twain Village (MTV) und dem ehemaligen US-Hospital in Rohrbach. Auf dem Hospital-Areal hat die GGH im Dezember 2024 die Rohbauarbeiten von 191 geförderten Wohnungen abgeschlossen, im MTV konnten im vergangenen Jahr 71 Wohnungen neu bezogen werden. Auf den Baufeldern im Westen des Konversionsgeländes haben die Aushubarbeiten der Baugruben begonnen, hier entstehen 122 Neubauwohnungen. Bereits im Oktober 2024 feierte die GGH mit Projektpartnern, Handwerksfirmen und Gästen das traditionelle Richtfest für das Neubauprojekt am Wieblinger Weg. In unmittelbarer Nähe zum Neuenheimer Feld entstanden hier im vergangenen Geschäftsjahr 99 Wohnungen für Beschäftigte des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD).
Darüber hinaus erbrachte der Konzern bau- und immobilienbezogene Dienstleistungen für die Stadt sowie deren Gesellschaften und Stiftungen. Hierzu gehören die Sanierung der Stadthalle Heidelberg, die Fertigstellung des Heidelberg Congress Centers (HCC) sowie die umfassende Sanierung und Modernisierung des ehemaligen Forschungs- und Entwicklungszentrums (FEZ) der Heidelberger Druckmaschinen AG.
Bezahlbarer Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung
Die GGH steht als sozial, ökologisch und gleichzeitig wirtschaftlich handelndes Unternehmen für die zuverlässige Bereitstellung von bezahlbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum. Der Bestand an eigenen Wohnungen lag im Jahr 2024 bei 7.351 Wohneinheiten, dies entsprach rund 15 Prozent aller Mietwohnungen in Heidelberg. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der GGH-Wohnungen leicht gesunken, da Bestandsobjekte verkauft wurden. Die durchschnittliche Wohnungsmiete der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft betrug im Berichtsjahr 7,85 Euro pro Quadratmeter. Die durchschnittliche Mietspiegelmiete liegt rund 36 Prozent höher bei 10,67 Euro pro Quadratmeter. Rund 65 Prozent ihrer Wohnungen vermietete die GGH für weniger als acht Euro pro Quadratmeter.
Klimaschutz und soziale Verantwortung
Zahlreiche Modernisierungsprojekte des vergangenen Geschäftsjahres sind ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähiger und klimafreundlicher Energieversorgung im Gebäudebestand der GGH. Zentraler Baustein der GGH-Klimastrategie ist die Umstellung der Energieträger auf emissionsfreie und emissionsarme Alternativen bei einer gleichzeitig maßvollen Sanierung. „Als Gesellschaft innerhalb des Konzerns der Stadt Heidelberg fühlen wir uns den Klimaschutzzielen der Stadt verpflichtet und leisten bereits seit Jahren einen aktiven Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig müssen wir Klimaschutz so ausgestalten, dass er auch für Haushalte mit unterem und mittlerem Einkommen bezahlbar ist“, erläutert Peter Bresinski das Vorgehen.
Derzeit werden 70 Prozent des Wohnungsbestands mit Fernwärme beheizt, die bereits zu 56 Prozent klimaneutral erzeugt wird. Des Weiteren stellen die GGH und ihre Tochtergesellschaft BSG der Stadtwerke Heidelberg Energie GmbH (SWH-E) geeignete Dächer ihrer Bestandsimmobilien sowie neu gebauter Immobilien für die Installation von Photovoltaikanlagen zur Verfügung. Insgesamt wurden im Jahr 2024 PV-Anlagen mit einer Leistung von rund 730 kWp im Jahr auf Dächern von GGH-Gebäuden (inklusive MTV) in Betrieb genommen. Die Gesamtleistung der PV-Anlagen auf den Dächern der GGH-Gebäude lag zum 31. Dezember 2024 bei rund 1.600 kWp. Im Jahr 2025 ist die Installation von weiteren Anlagen mit einer Nennleistung von rund 900 kWp p.a. geplant.
5. August 2025 | Fotos: Thilo Ross