Der Konzern in Zahlen
Baustein 1: Klimastrategie zur Senkung unserer THG-Emissionen
THG-Bilanz 2025
Die Treibhausgasbilanz ist für die GGH ein zentrales Steuerungsinstrument auf dem Weg zur klimafreundlichen Transformation ihres Wohngebäudebestands. Sie macht sichtbar, wo THG-Emissionen entstehen, welche Maßnahmen wirken und welche Hebel in den kommenden Jahren besonders wichtig bleiben.
Im Berichtsjahr 2025 zeigt sich: Die GGH liegt mit ihrer Klimastrategie weiterhin auf Kurs. Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen, dass der weitere Weg vor allem durch strukturelle Maßnahmen im Bestand, den schrittweisen Wechsel der Energieträger und die fortschreitende Dekarbonisierung der Fernwärme geprägt sein wird.
Kernkennzahlen THG-Bilanz 2025 (Wohngebäudebestand der GGH/BSG)
Quelle: Nachhaltigkeitsbericht 2025, Energie- und THG-Bilanz.
Quelle: Nachhaltigkeitsbericht 2025, Energie- und THG-Bilanz.
Transparente Datengrundlage für wirksame Klimaschutzmaßnahmen
Mit der THG-Bilanz 2025 entwickelt die GGH ihre datenbasierte Nachhaltigkeitssteuerung weiter. Die Bilanzierung erfolgt für den Wohngebäudebestand mit dem Klimapfadfinder der Initiative Wohnen.2050 und orientiert sich am wohnungswirtschaftlichen Branchenstandard des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Einbezogen werden die Energiedienstleistungen Raumwärme und Warmwasser. Die Bilanzgrenze richtet sich nach der operativen Kontrolle.
Die Energiebilanz bildet die rechnerische Ausgangsbasis. Für das Jahr 2025 liegt der Endenergieverbrauch des Wohngebäudebestands bei insgesamt 60.455 MWh. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Gesamtenergieintensität von 113 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche. Die wesentlichen Energieträger bleiben Fernwärme, Erdgas und Strom. Die Klimastrategie sieht indes vor, den Anteil der mit Erdgas beheizten Gebäude sukzessive zu verringern.
„Die Erreichung der Klimaziele hängt nicht von kurzfristigen Entwicklungen einzelner Berichtsjahre ab, sondern davon, dass langfristig die richtigen Weichen gestellt werden.”
Dr. Matthias Buchholz, Nachhaltigkeitsmanager der GGH
Strukturell weiter auf Kurs trotz leichten Anstiegs
Die THG-Emissionen des Wohngebäudebestands liegen im Berichtsjahr 2025 bei 9.255 Tonnen CO2-Äquivalenten. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein leichter Anstieg. Die THG-Intensität erhöht sich in der Prognose von 17,0 auf 17,3 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Wohnfläche. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen witterungsbedingt zu erklären. Für 2025 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein kälteres Jahr und damit ein höherer Heizwärmebedarf angesetzt. Zusätzlich wirken bestandsbedingte Effekte aus Zu- und Abgängen auf die Bilanz.
Für den langfristigen Klimapfad sind vor allem strukturelle Maßnahmen entscheidend: der Ausstieg aus fossilen Energieträgern, die weitere Dekarbonisierung der bezogenen Fernwärme sowie gezielte energetische Verbesserungen im Bestand. Gerade die Fernwärme spielt für Heidelberg eine zentrale Rolle, weil sie mit zunehmendem Anteil erneuerbarer Wärme perspektivisch einen immer stärkeren Beitrag zur Reduktion der THG-Emissionen leisten kann.
Klimapfad bis 2035: klare Ziele, realistische Hebel
Die Klimastrategie der GGH orientiert sich an den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Für den mittelfristigen Zeithorizont hat die GGH konkrete Reduktionsziele definiert: Bis 2030 soll die THG-Intensität im Wohngebäudebestand gegenüber dem Basisjahr 2000 halbiert werden. Bis 2035 soll sie auf unter 10 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Wohnfläche sinken.
Der bisherige Verlauf zeigt bereits deutliche Fortschritte. Ausgehend von 29,5 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2000 konnte die THG-Intensität deutlich reduziert werden. Für 2030 wird auf Basis der aktuellen Modellierung ein Wert von 11,6 Kilogramm und für 2035 ein Wert von 4,9 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Quadratmeter Wohnfläche prognostiziert. Die Zielerreichung erscheint damit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen erreichbar, erfordert jedoch weiterhin kontinuierliche Maßnahmen im Bestand.
Klimapfad und Reduktionsziele
Quelle: Nachhaltigkeitsbericht 2025, Klimapfad mit historischen und prognosebasierten Werten
Fotos: Thilo Ross; iStockPhoto/iiievgeniy; iStockPhoto/Smileus